Versorgung vor Ort braucht Lösungen vor Ort
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Volle Wartezimmer, steigender Versorgungsdruck und zunehmende wirtschaftliche Belastungen: Die ambulante Versorgung steht vor großen Herausforderungen. Darüber sprachen Ärzte der WoGe gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Tamara Müller vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz, dem MdL Dirk Beyer und einem Fachreferenten.
Im Mittelpunkt standen die konkreten Auswirkungen gesundheitspolitischer Entscheidungen auf die Versorgung vor Ort. „Die Wartelisten werden immer länger“, berichtete Kardiologe Dr. Stephan Bernhardt. Gleichzeitig geraten immer mehr Praxen wirtschaftlich unter Druck. Gastroenterologe Dr. Gregor Maiwald machte auf die sozialen Folgen aufmerksam: „Die Bedürftigen werden am meisten darunter leiden.“
Auch das geplante Apothekenstärkungsgesetz wurde kritisch diskutiert. WoGe-Vorstandsvorsitzende Barbara Matthes betonte, dass politische Maßnahmen die ambulanten Strukturen nicht zusätzlich belasten dürften.
Für die WoGe ist klar: Die Erfahrungen aus der täglichen Versorgung müssen stärker in politische Entscheidungen einfließen. Deshalb begrüßt das Gesundheitsnetz die angekündigte Fortsetzung des Dialogs. Auch mögliche Förderungen im Bereich Digitalisierung sollen geprüft werden.
Die WoGe brachte zudem ihre Überlegung ein, perspektivisch ein eigenes MVZ zu betreiben. Damit soll ein weiterer Baustein geschaffen werden, um die ambulante Versorgung in Worms zu stärken und neue Ärztinnen und Ärzte für die Region zu gewinnen.
„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung entscheidet sich nicht nur in Berlin oder Mainz, sondern auch vor Ort. Wir müssen die Herausforderungen gemeinsam angehen und aus dem Austausch konkrete Lösungen entwickeln“, so die WoGe.
Der Dialog zwischen Politik und Wormser Ärzteschaft soll deshalb fortgesetzt werden.
Bild: Dr.S.Bernhardt, Dr.T.Müller, D.Beyer, B.Matthes, Dr.G.Maiwald, S.AlMohammad, M.Genitsariotis, T.Dobiasch (v.l.n.r.)
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